Nahe der Synagoge befindet sich heute ein als Raschi-Haus bezeichnetes Gebäude. An derselben Stelle stand bis 1971 das Lehr-, Tanz- und Hochzeitshaus, Spital und Altenheim der Jüdischen Gemeinde. Nach den letzten Deportationen aus Worms u.a. als Obdachlosenheim umgenutzt, verfiel es und wurde 1971 abgerissen. Über dem authentischen Gewölbekeller aus dem 12./13. Jahrhundert errichtete die Stadt 1980/82 das neue Raschi-Haus. Dort sind das Stadt- und das Fotoarchiv und ein seit 1982 existierendes Jüdisches Museum untergebracht. Die Kellergewölbe und eine Wand mit Ritzungen im Putz, vergleichbar mit Ritzputz der Mikwe in Worms, sind spektakulär. Sie sind in die neue Ausstellung des Jüdischen Museums Worms integriert.